Juristin blickt auf Beichtgeheimnis bei Missbrauch: Entbindet etwas von der Schweigepflicht?


Die Päpstliche Kinderschutzkommission befasst sich aktuell mit der Rolle des katholischen Beichtgeheimnisses im Kampf gegen Missbrauch. Dabei erörterte eine Arbeitsgruppe die Frage, was genau unter das Beichtgeheimnis fällt und was nicht.

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Das sagte die Erfurter Kirchenrechtlerin Myriam Wijlens dem Portal Vatican News. Anlass sind staatliche Gesetzgebungsinitiativen, die Seelsorger verpflichten, diese Schweigepflicht zu brechen, wenn sie von Missbrauch erfahren.

Unantastbarkeit des Beichtgeheimnisses

Zwar habe auch die interdisziplinär besetzte Kinderschutzkommission die Unantastbarkeit des Beichtgeheimnisses bekräftigt. Dennoch stellten sich Fragen: „Wann ist ein Gespräch zwischen einem Priester und einer Person eine Beichte und nicht nur etwa eine Angelegenheit geistlicher Führung?“, so Wijlens.

Diskussionsbedarf gebe es auch bei „Sünden, die von einem Dritten begangen, aber von jemand anderem berichtet wurden“. Und „welche Möglichkeiten haben Beichtväter, Opfern und Tätern zu helfen, Hilfe zu finden und dabei das Beichtgeheimnis zu respektieren?“

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