Burka und Nikab sind die Wahrzeichen einer totalitären Ideologie – deshalb gehören sie verboten


Der Islamismus ist keine abstrakte, sondern eine reale Gefahr. In seinem Namen werden Menschen ermordet und drangsaliert. Sein Symbol ist die Vollverschleierung, die deshalb keinen Platz in einer freiheitlichen Gesellschaft hat.

Eric Gujer | Neue Zürcher Zeitung

In knapp drei Wochen befindet die Schweiz darüber, ob eine Verhüllung des Gesichts im öffentlichen Raum künftig verboten sein soll. eter Klaunzer / Keystone

Die westliche Welt fühlt sich bedroht. Es vergeht kaum ein Tag ohne Klage über den Niedergang der liberalen Demokratie und den Vormarsch autoritärer Mächte. Die Warner erhielten mit der Wahl von Donald Trump gewaltig Auftrieb. Inzwischen stehen Xi Jinping oder Wladimir Putin für die vielen Feinde der offenen Gesellschaft. Seltsam nur, dass die virulenteste, weil für die westliche Demokratie unmittelbar spürbare Gefahr deutlich seltener Erwähnung findet: der Islamismus.

Trump wurde abgewählt. Das chinesische Modell bleibt zu fremdartig, als dass es wirklich attraktiv sein könnte; und Putin ist so schwach, dass er nicht wagt, den Namen seines Kritikers Alexei Nawalny in den Mund zu nehmen. Aber der radikale, politisch instrumentalisierte Islam ist längst unter uns. Er fordert immer wieder Todesopfer wie beim Terroranschlag in Wien. Seine Anhänger – Migranten wie Konvertiten – zählen nach Hunderttausenden, und ihr Einfluss wächst im Verborgenen. Der Islamismus ist unterdessen eine Grundstimmung, die sich auch ohne Organisationen wie den Islamischen Staat oder die Kaida verbreitet.

weiterlesen