RKK: Warum Machtmissbrauch gegen Männer immer noch ein Tabuthema ist


Über Machtmissbrauch gegen Männer in der Kirche wird öffentlich bislang kaum diskutiert. Doch immer mehr Betroffene berichten von ihren Erlebnissen. Der Jesuit Stefan Kiechle spricht im katholisch.de-Interview über Präventionsmaßnahmen – und erklärt, warum das Thema erst jetzt in den Fokus rückt.

Matthias Altmann | katholisch.de

„Die betroffenen Männer warten schon viel zu lange darauf, dass ihr Leiden in der Kirche Gehör findet“, heißt es in der Ankündigung: An diesem Freitag findet eine digitale Tagung der Kirchlichen Arbeitsstelle Männerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz zu einem Thema statt, das bisher weitgehend unbeachtet blieb – Machtmissbrauch in der Kirche gegen Männer. Bei der Online-Veranstaltung, die als Auftakt eines Aufarbeitungsprozesses gedacht ist, sollen Betroffene zu Wort kommen und das Problem aus mehreren Perspektiven beleuchtet werden. Einer der Fachreferenten ist der Jesuit Stefan Kiechle, ehemaliger Provinzial der Deutschen Ordensprovinz und Chefredakteur der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“. Kiechle beschäftigt sich besonders seit der Aufdeckung des kirchlichen Missbrauchsskandals vor rund zehn Jahren mit der Verbindung zwischen Macht und Missbrauch. Katholisch.de hat im Vorfeld der Tagung mit ihm gesprochen.

weiterlesen