Der Fall Gerhard Rose: Mör­de­ri­sche Impf­stoff-For­schung im KZ


Dass akademisch gebildete Täterinnen und Täter nach 1945 beste Chancen hatten, mit NS-Verbrechen ungestraft davonzukommen, ist bekannt. Aber die historischen Erfahrungen der Opfer werden bis heute in Deutschland zu wenig berücksichtigt.

Martin Rath | Legal Tribune Online

Der Schriftsteller Christoph Heubner (1949–) hielt in seiner Funktion als Vertreter des Internationalen Auschwitz-Komitees dieser Tage der deutschen Justiz ein „Versagen und Versäumnis“ vor, erst jetzt gegen Personen vorzugehen, die in nachrangigen Funktionen für den Betrieb der Konzentrations- beziehungsweise Vernichtungslager mitverantwortlich waren. Das ist keine allzu neue Botschaft.

Anlass zur Kritik Heubners , der als Vizepräsident des Auschwitz-Komitees befragt wurde, gab unter anderem das beim Landgericht Itzehoe angestrengte Verfahren gegen eine 95 Jahre alte Frau, die zwischen dem Juni 1943 und April 1945 als Sekretärin und Stenotypistin für den Kommandanten des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig gearbeitet hatte, und der erst jetzt Beihilfe zum Mord an mehr als 10.000 Menschen vorgeworfen wird.

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