Als Marx und Foucault im Vollrausch vom Hocker fielen


Philosophen gelten als diszipliniert. Dabei tranken Hegel, Marx oder Foucault so manchen unter den Tisch. Und auch Simone de Beauvoir war dem Wein sehr zugetan. Ein neues Buch widmet sich dem Durst prominenter Denkerinnen und Denker.

Christian Berndt | Deutschlandfunk Kultur

Trinkfester Denker: Karl Marx, dargestellt von Mario Adorf, in einem ZDF-Dokudrama (picture alliance / obs / ZDF / Julie Vrabelova)

„Prost!“ – der Redakteur hat wieder einen über den Durst getrunken, wie man in Raoul Pecks Film über den jungen Karl Marx anschaulich erleben kann. Die Darstellung sei wohl nicht übertrieben, meint Tobias Müller, einer der Autoren des Buches „Die Säufer und Säuferinnen“, aus dem Marx besonders hervorsteche.

„Weil er eben nicht nur gern und viel getrunken hat, was in der damaligen Zeit durchaus keine Besonderheit war, sondern mit diesen Saufgelagen gewisse diskutable Verhaltensweisen gegenüber der sozialen Umwelt einhergingen“, erläutert Müller. „Deshalb würde ich sagen, Marx war schon berüchtigt, da muss man wahrscheinlich kneipenerprobt sein, um mit dem fiktiven Marx abends um die Häuser ziehen zu können.“

Ein gutes Buch, ein edler Tropfen

Marx ist wohl das trinkfesteste Beispiel aus dem Buch. Aber nicht das einzige, sagt Müller: „Hegel, auch immer wieder das geflügelte Wort, dass die Weinrechnung höher war als die Buchrechnung.“

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