Felsmalerei durch Wespennester datiert


Forscher haben eine zwei Meter große Känguru-Abbildung in der Kimberley-Region als älteste bekannte figurative Felsmalerei Australiens identifiziert. Das Bild entstand vor über 17.000 Jahren, geht aus ihrem ungewöhnlichen Datierungsverfahren hervor: Die Relikte von alten Wespennestern über und unter der Abbildungsschicht ermöglichten eine indirekte Radiokarbondatierung. Untersuchungsergebnisse von weiteren Tierabbildungen in der Region zeigten, dass dort über 4000 Jahre hinweg Darstellungen im Stil des Kängurus angefertigt wurden.

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Vor über 17.000 Jahren entstand diese Abbildung eines Kängurus im Nordwesten Australiens. (Bild: Illustration: Pauline Heaney)

Eindrucksvolle Spuren der Kreativität: An vielen Orten der Welt haben sich Menschen in grauer Vorzeit durch Felsmalereien verewigt. Tierdarstellungen sind dabei ein häufiges Motiv. Wie alt diese Werke genau sind, ist oft allerdings schwer feststellbar, da häufig kein organisches Material in den Farbpigmenten existiert, das sich für eine direkte Radiokohlenstoff-Datierung eignet. Bei der bisherigen Rekord-Datierung handelt es sich um das Ergebnis einer Uran-Isotopen-Untersuchung von Kalkablagerungen an Felsmalereien auf der Insel Sulawesi, die ein Alter von über 40.000 Jahren ergab. In Australien weisen Untersuchungen von Funden im Zusammenhang mit Felskunst zwar ebenfalls auf ein Alter von 28.000 Jahren beziehungsweise sogar 40.000 Jahren hin. Aber in beiden Fällen lassen sich die Befunde nicht eindeutig gemalten Felsbildern zuordnen.

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