Charles Darwin: Die Einheit des Menschengeschlechts


Vor 150 Jahren erschien „Die Abstammung des Menschen“ von Charles Darwin, reihte uns als Tier unter die Tiere ein und gab uns gemeinsame Vorfahren.

Arno Widmann | Frankfurter Rundschau

Affen-Arm und Wal-Flosse: Abbildung zum gemeinsamen Ursprung der Arten.©dpa/fr-grafik

Im November 1859 erschien Charles Darwins „Der Ursprung der Arten“. Die Erstauflage war am ersten Tag ausverkauft. Das Buch des 50-jährigen Wissenschaftlers wurde zu einem der erfolgreichsten Sachbücher in der Geschichte des gedruckten Buches. Mit ihm war der Darwinismus geboren, die Erkenntnis, dass alle Arten eine Geschichte haben, dass sie alle eine einzige Geschichte haben. Alle Lebensformen bilden einen großen, historisch sich stets verändernden Zusammenhang.

„Der Ursprung der Arten“ beschäftigte sich mit den allgemeinen Gesetzen des Entstehens und der Verbreitung von Variationen in der Tier- und Pflanzenwelt. Darwin entwickelte das Prinzip des Kampfes ums Dasein und der natürlichen Selektion. Er ging aus von den Erfahrungen und den Praktiken des Züchters und überlegte sich, wie natürliche Prozesse, in denen es keinen Züchter gab, unterschiedliche Arten hervorbringen und fixieren konnten.

Der Mensch bleibt auf den knapp sechshundert Seiten von „Der Ursprung der Arten“ außen vor. Auf einer der letzten Seiten des Buches, im Abschnitt „Rekapitulation und Fazit“ schreibt Darwin: „In der Zukunft sehe ich weite Felder für noch weit wichtigere Forschungen (…). Viel Licht wird fallen auf den Ursprung des Menschen und seine Geschichte.“

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