Düsseldorf: Muslimischer Kreis KDDM erhält 70.000 Euro, DA geht leer aus


Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA) war Thema im Stadtrat: Nachdem dem muslimischen Kreis KDDM öffentliche Gelder in Höhe von 70.000 Euro zugesprochen worden waren, wurde ein fast gleichlautender Antrag auf Förderung für den säkularen Verband abgelehnt. Eine Islamexpertin warnt derweil vor Verbindungen von Mitgliedern des KDDM ins legalistisch-islamistische Spektrum.

Düsseldorfer Aufklärungsdienst | hpd.de

Am 4. Februar 2021 ereignete sich eine für den Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA) denkwürdige Sitzung des Düsseldorfer Stadtrats. In einem gemeinsam von den Ratsfraktionen von CDU und Grünen eingebrachten Haushaltsantrag wurde über die Fördersumme von 70.000 Euro (für 2021 und die Folgejahre) für eine Koordinierungsstelle des Kreises der Düsseldorfer Muslime, kurz KDDM, abgestimmt.

In einem zusätzlichen Ergänzungsantrag forderte die Fraktion Die Linke mit nahezu identischem Wortlaut die gleiche Unterstützung auch für den DA als Stimme der säkularen Mehrheitsbevölkerung in Düsseldorf.

Nach kurzer Diskussion wurde der Ausgangsantrag auf Förderung des KDDM mit den Stimmen von CDU, Grünen, SPD/VOLT, Tierschutz/Freie Wähler sowie Die Partei/Klima durchgewunken. FDP und AfD stimmten dagegen, Die Linke enthielt sich.

Über die gleiche Großzügigkeit konnte sich der DA leider nicht freuen: Trotz der Stimmen von SPD/VOLT, Linke und Die Partei/Klima für eine Förderung des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes ging er leer aus. Explizit gegen die Unterstützung des DA und sein Engagement für Humanismus, Aufklärung und Säkularität stimmten CDU, die Grünen, FDP, AfD, Tierschutz/Freie Wähler und der Oberbürgermeister Stephan Keller (zu sehen hier im Livestream von Minute 3:08:15 bis 3:15:20).

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