Rätselhafte Asymmetrie im Proton


Antimaterie im Kernbaustein: Im Proton entstehen durch die Starke Kernkraft ständig kurzlebige Quark-Antiquark-Paare – die sogenannten Sea-Quarks. Jetzt enthüllt ein Experiment, dass es beim Antimaterie-Anteil dieser Quarks eine Asymmetrie gibt: Es bilden sich mehr Anti-Down-Quarks als Anti-Up-Quarks, wie Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Warum das so ist, bleibt ungeklärt. Das Ergebnis könnte aber helfen, die Theorien dazu einzugrenzen.

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Das Proton beinhaltet nicht nur drei Quarks, sondern neueren Erkenntnissen nach auch einen ganzen „See“ aus kurzlebigen Quark-Antiquark-Paaren, die durch die Starke Kernkraft entstehen. ©Brookhaven National Laboratory

Das Proton ist einer der Grundbausteine der Materie, denn gemeinsam mit dem Neutron bildet es den Atomkern. Gängiger Lehrmeinung nach besteht das Proton aus drei Quarks, die von der Starken Kernkraft und ihren Überträgerteilchen, den Gluonen, zusammengehalten werden. Das Merkwürdige nur: Die Massen dieser zwei Up- und eines Down-Quarks allein machen nur einen Bruchteil der gesamten Protonmasse aus.

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