Der Rechtsstaat zeigt Zähne


Der Extremistentrupp „Jamaatu Berlin“ warb für die Terrormiliz IS und die Tötung von Juden. Das Verbot ist bitter nötig. Ein Kommentar

Frank Jansen | DER TAGESSPIEGEL

Nach dem Verbot der salafistischen Gruppierung Jamaatu Berlin durchsuchen Polizisten Wohnungen der ExtremistenFoto: Paul Zinken/dpa

Die große Razzia mit 850 Polizisten traf einen kleinen Salafistentrupp mit gerade mal 19 Mitgliedern. Ein übertriebener Auftritt des Rechtsstaats in Berlin gegen ein paar Spinner? Mitnichten. Dass Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit einem Großeinsatz den Verein „Jamaatu Berlin“ verboten hat, scheint durchaus notwendig zu sein.

Die Salafisten gebärdeten sich noch radikaler als radikal. Der elitäre Trupp glorifizierte die Anschläge der Terrormiliz IS und auch das entsetzliche Attentat eines jungen Fanatikers auf den französischen Lehrer Samuel Paty.

Dass Jamaatu Berlin versuchte, über das Internet Muslime für den bewaffneten Kampf zu begeistern, bedeutet eine akute Gefahr, die sich nicht an der Zahl der Mitglieder eines Vereins bemisst.

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