64 neue Referenzgenome der Menschheit


20 Jahre nach dem Humangenomprojekt haben Forscher ein neues, umfassenderes Bild der genetischen Vielfalt des Menschen gewonnen – dank 64 neuer Referenzgenome. Sie erfassen auch Strukturvarianten, die mit früherer Technik nicht gefunden werden konnten. Dies erlaubt den vollständigeren Vergleich der verschiedenen Populationen des Menschen, gibt aber auch Aufschluss darüber, welche Genanteile ein Mensch von seinen beiden Eltern geerbt hat, so das Team im Fachmagazin „Science“.

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64 neue Referenzgenome geben den bisher tiefsten Einblick in die Vielfalt des menschlichen Erbguts. ©Ktsimage/ thinkstock

Sie ist der Code des Lebens – und das, was uns zu Menschen macht: Die DNA in unseren Zellen bestimmt unser Aussehen, unsere Gesundheit und in Teilen sogar unsere geistigen Fähigkeiten und unser Wesen. Doch diesen Code zu lesen, gelang Forschern erst vor rund 20 Jahren im Humangenomprojekt. Damals wurde aus Fragmenten verschiedener DNA-Proben ein erstes, noch unvollständiges Referenzgenom des Menschen zusammengestellt. Seither haben Wissenschaftler unzählige weitere Genome sequenziert, um Krankheitsgenen sowie Unterschieden zwischen Individuen, aber auch Populationen auf die Spur zu kommen.

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