Ehemalige IS-Anhängerin darf nicht zurück nach Großbritannien


Shamima Begum war als 15-Jährige aus London nach Syrien ausgereist. Sie will zurück in ihre Heimat, doch das wurde ihr nun gerichtlich verwehrt.

DER TAGESSPIEGEL

Der Britin Shamima Begum wurde wegen ihrer Verbindungen zum IS die Staatsbürgerschaft aberkannt.Foto: dpa

Eine junge Frau aus einem Gefangenenlager in Syrien darf nicht wieder in ihre Ex-Heimat Großbritannien einreisen, um gegen den Entzug ihrer Staatsbürgerschaft zu klagen. Die Frau sei ein Sicherheitsrisiko, urteilte das Oberste britische Gericht am Freitag. Die heute 21 Jahre alte Shamima Begum war 2015 als Schülerin von London nach Syrien gereist und hatte dort einen Kämpfer der Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) geheiratet.

Sie ist derzeit Gefangene in einem Lager in Syrien, in dem nach UN-Angaben unmenschliche Bedingungen herrschen. 2019 war ihr die britische Staatsbürgerschaft aus Gründen der Nationalen Sicherheit entzogen worden. Ein Berufungsgericht urteilte aber 2020, sie könne sich dagegen nur dann in einem fairen Verfahren wehren, wenn sie zurück nach Großbritannien kommen könne.

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