Gegen Verhütung, Scheidung und LGBTQI-Rechte – Christliche Fundamentalisten und die ÖVP


Während sich die katholische Kirche zunehmend weltoffener gibt, stärkt die ÖVP ihre Verbindungen mit dem erzkonservativen Rand innerhalb der katholischen Kirche und darüber hinaus. Nationalratsabgeordnete und enge Mitarbeiter von Sebastian Kurz kommen aus dem christlich-fundamentalistischen Umfeld. Scheidung, Schwangerschaftsabbruch oder Rechte von Homosexuellen sind ihnen ein Dorn im Auge.

Thomas Hackl | KONTRASTE.at

Bild: KONTRASTE.at

Die katholische Kirche durchlebt unter Papst Franziskus eine Zeit der Öffnung und Modernisierung. Papst Franziskus vertritt eine offenere Haltung gegenüber Homosexualität und Scheidung. Außerdem setzt sich der Papst für den Kampf gegen die Klimakrise ein und fordert eine sozialere Wirtschaftspolitik. Für die ÖVP war die katholische Kirche immer einer der wichtigsten Verbündeten. Man könnte deshalb annehmen, dass sich die Volkspartei über die Modernisierung der katholischen Kirche freut, da sich die „Neue Volkspartei“ unter Kurz selbst als moderne Kraft darstellen möchte.

Das Gegenteil dürfte aber der Fall sein. Unter Kurz nähert sich die ÖVP immer weiter an erzkonservative Gruppen in und um die katholische Kirche an, die selbst innerhalb der katholischen Kirche für ihre radikalen Ansichten kritisiert werden. Die Kurz-ÖVP pflegt enge Kontakte zu diesen erzkonservativen Gruppen, die eint nicht nur ihre Ablehnung gegen Homosexualität, die Ansicht, dass der einzige Grund für Sex Fortpflanzung ist und ihr Kampf gegen das Recht auf Abtreibung, sondern auch ihr Streben nach weltlicher Macht.

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