Katholische Arbeitnehmer kritisieren Caritas-Dienstgeber: Heftige Watschen statt lautes Klatschen


Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung hat die Arbeitgeber der Caritas für deren Nein zur Einführung eines bundesweiten Tarifvertrags in der Altenpflege kritisiert. Man sieht sich um Mindeststandards für Gehälter und Urlaubsansprüche gebracht.

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„Das laute Klatschen im Sommer für die Pflegerinnen und Pfleger in der Altenhilfe haben die kirchlichen Dienstgeber der Caritas jetzt unverständlicherweise mit einer heftigen Watschen für Beschäftigte im privaten Pflegebereich beantwortet“, sagte der KAB-Bundesvorsitzende Andreas Luttmer-Bensmann am Freitag in Köln. Das Sonderrecht des Dritten Weges der Kirchen mit ihrem eigenen Arbeits- und Tarifrecht dürfe nicht zu einer Blockade zulasten von Pflegekräften führen.

Die zuständige Kommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Caritas hatte am Donnerstag gegen die Erstreckung eines vorliegenden Tarifvertrags auf die ganze Branche gestimmt. Nach dem Votum kann Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) den von dem relativ kleinen Pflege-Arbeitgeberverband BVAP und der Gewerkschaft Verdi ausgehandelten Vertrag nicht mehr auf die ganze Branche ausdehnen. Dafür wäre die Zustimmung von Caritas und Diakonie nötig.

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