Berliner Islamprofessorin: Neutralitätsgesetz ist frauenfeindlich


Die Berliner Theologin und Islamprofessorin Tuba Isik hat das Berliner Neutralitätsgesetz als Karrierebremse für muslimische Frauen kritisiert. „Dieses Gesetz ist verfassungswidrig und verhindert, dass muslimische Frauen mit Kopftuch auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können“, sagte die Professorin für islamische Religionspädagogik an der Humboldt-Universität dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Das Gesetz ist ganz klar diskriminierend und gegen Frauen gerichtet.“

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Das Bundesverfassungsgericht habe schon 2015 eindeutig darauf hingewiesen, „dass eine Lehrerin mit Kopftuch allein noch keine Gefahr der Missionierung darstellt“. Dies gelte auch für eine jüdische Kippa oder ein christliches Kreuz. Zuletzt sprach das Bundesarbeitsgericht (BAG) einer Berliner Lehrerin deshalb eine Entschädigung zu. Das Berliner Neutralitätsgesetz verbietet sichtbare religiöse Symbole für Beschäftigte in weiten Teilen des öffentlichen Dienstes. Der Berliner Senat will das BAG-Urteil vom Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen.

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