Jungtiere begrenzten Raubsaurier-Vielfalt

Bild von Eric Labayle auf Pixabay

Furchterregende Riesen dominieren das Image der Raubsaurier – tatsächlich waren sie auch typisch für die Ära, denn die Artenvielfalt war besonders bei den mittelgroßen Räubern auffallend gering, berichten Forscher. Wie aus ihrer Studie hervorgeht, lag dies offenbar daran, dass die Jungtiere von Tyrannosaurus und Co die kleineren Arten aus ihren typischen ökologischen Nischen verdrängten. Dadurch unterschieden sich die Muster der damaligen Artenvielfalt von denen heutiger Ökosysteme, sagen die Wissenschaftler.

wissenschaft.de

Diese Illustration verdeutlicht die Lücke bei den mittelgroßen Räubern der Dino-Ära im Vergleich zur Artenvielfalt bei den modernen Fleischfressern Afrikas. (Bild: UNM Biology Department)

Sie dominierten über mehr als 150 Millionen Jahre hinweg die Erde und brachten viele unterschiedliche Spezies hervor – dennoch erscheint das Reich der Dinosaurier vergleichsweise artenarm. Vor allem gab es auffallend wenige Vertreter mit einem Gewicht unter 60 Kilogramm. Dies unterscheidet sich von den Mustern der heutigen Tierwelt: Da sich kleine und mittelgroße Tiere oft besonders gut an unterschiedliche ökologische Nischen anpassen können, haben sie typischerweise die höchste Vielfalt in den Ökosystemen hervorgebracht. Sie decken dabei auch meist das ganze Spektrum von Größenordnungen ab. Doch bei den Dinosauriern war das nicht der Fall. „Selbst unter Berücksichtigung von möglichen Verzerrungen durch mangelnde Fossilienfunde zeichnet sich ab, dass es unterm Strich eher wenige Dinosaurierarten gab“, sagt Felisa Smith University of New Mexico in Albuquerque.

weiterlesen