Sputnik V: Einer der gefragtesten Impfstoffe der Welt


Allein vergangene Woche haben fünf weitere Länder Russlands Corona-Impfstoff zugelassen. Auch ein EU-Land hat das Vakzin schon registriert. War die Skepsis des Westens unangebracht?

Katharina Wagner | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Einer Ärztin wird am Freitag in der Hauptstadt von Paraguay der russische Impfstoff Sputnik V verabreicht. Bild: AP

Der offizielle Twitter-Account von „Sputnik V“ meldet täglich neue Erfolge. Allein vergangene Woche ist der russische Corona-Impfstoff in Ägypten, Kirgistan, Honduras, Guatemala und der Republik Moldau zugelassen worden; in Mexiko und Serbien sind Lieferungen eingetroffen, in Paraguay wurden erste Dosen verabreicht.

38 Länder haben „Sputnik V“ mittlerweile registriert; mit Ungarn ist auch ein EU-Land darunter, das die Prüfung der EU-Arzneimittelagentur EMA nicht abwarten wollte und nun selbst die Risiken trägt. Auch die tschechische Regierung verkündete am Samstag, dass sie sich wegen einer Lieferung des russischen Impfstoffs an Präsident Wladimir Putin gewandt hat. Besonders begehrt ist das Vakzin indes in ärmeren Ländern, da es mit knapp 20 Dollar für die zwei Dosen eher günstig ist und sich im Kühlschrank lagern lässt. Eine Studie in der Fachzeitschrift „The Lancet“ bescheinigte „Sputnik V“ zudem eine hohe Wirksamkeit und Sicherheit.

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