Die Erde wird ihren Sauerstoff verlieren


Erstickende Zukunft: In rund einer Milliarde Jahren könnte die Erdatmosphäre fast ihren gesamten Sauerstoff verloren haben – von den heute rund 20 Prozent bleiben weniger als ein Prozent, wie Forscher ermittelt haben. Der Grund dafür ist die natürliche Alterung der Sonne und die damit verknüpfte Zunahme ihrer Strahlung. Dies wird geochemische Kreisläufe verändern und die Pflanzenwelt drastisch ausdünnen, so die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Geoscience“.

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Noch enthält die Erdatmosphäre rund 20 Prozent Sauerstoff – aber das wird sich in ferner Zukunft drastisch ändern. ©studio023/ iStock

Das Ende ist unausweichlich: Weil sich unsere Sonne im Laufe ihres Lebenszyklus verändert, sind auch die Tage des irdischen Lebens gezählt. Schon jetzt nimmt die Leuchtkraft unseres Sterns allmählich zu, in rund einer Milliarde Jahren wird er rund zehn Prozent mehr Strahlung abgeben als heute.

Das aber hat Folgen für die Erde: Die verstärkte Strahlung und erhöhte Temperaturen fördern die Verwitterung und Bindung von Kohlendioxid (CO2) im Gestein. Dadurch fehlt dieses Gas den Pflanzen für ihre Photosynthese. Schon in rund 600 Millionen Jahren wird die irdische Vegetation dadurch zu schwinden beginnen, wie Modelle nahelegen.

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