„Pretty much everything“: Twitter-Alternative Gab gehackt, Inhalte abgegriffen


Ein US-Leakportal ist in Besitz von fast allen Daten des sozialen Netzwerks Gab. Das ist vor allem bei Rechten beliebt und der Gründer wird ausfallend.

Martin Holland | heise online

(Bild: Katya Rekina/Shutterstock.com)

Die vor allem bei Rechten und Rechtsextremen in den USA beliebte Twitter-Alternative Gab ist offenbar Opfer eines immensen Hacks geworden. Das berichtet das US-Magazin Wired, das von dem Leak-Kollektiv Distributed Denial of Secrets (DDoSecrets) Zugang bekommen hat. Bei dem liegen demnach etwa 70 Gigabyte an Daten. Dabei handle es sich um „so ziemlich alles“, behauptet die DDoSecrets-Gründerin Emma Best, darunter nicht nur öffentliche Einträge und Profile, sondern auch (gehashte) Passwörter und private Nachrichten zwischen Nutzern und in geschlossenen Gruppen. Lediglich Fotos und Videos seien in der Datensammlung, die gegenwärtig nur ausgewählten Journalisten und Forschern angeboten werde, nicht enthalten.

Gab war 2016 von Andrew Torba gegründet worden, der das Netzwerk als einen Hort für die freie Meinungsäußerung ohne Grenzen bezeichnete. Er hatte beklagt, dass gängige soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter konservative Ansichten zensierten. Wie ähnliche Plattformen, die absolute Meinungsfreiheit versprachen, zog Gab rasch auch rechtsradikale Online-Größen an, die von anderen Social-Media-Plattformen vor die Tür gesetzt worden waren.

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