Missbrauch: Betroffenenbeirat kritisiert Zusammenarbeit mit EKD


Als „Gratwanderung“ bezeichnete die evangelische Kirche selbst ihren Plan, Betroffene in die Aufklärung von Missbrauch einzubinden. Sechs Monate nach dem Start machen Betroffene der Institution schwere Vorwürfe. Sie fühlen sich nicht ernst genommen.

katholisch.de

Rund ein halbes Jahr nach dem Start haben Mitglieder des Betroffenenbeirats der evangelischen Kirche eine mangelnde Beteiligung von Opfern in die Aufarbeitung von Missbrauch vorgeworfen. Betroffene würden nur unzureichend in Beratungen eingebunden, es fehle an Information und Partizipation, sagte Gremiumsmitglied Katharina Kracht am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz. Sie warf der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor, ihr Versprechen, an Aufarbeitung auf Augenhöhe interessiert zu sein, nicht einzulösen. Kracht und andere Betroffene beklagten zudem mangelnde Ausstattung sowie Aufwandsentschädigungen für die Arbeit im Beirat. Sie forderten mehr Beteiligung, auch durch eine Änderung der Strukturen. Unter anderem forderten sie, an Sitzungen des EKD-Rats teilnehmen zu können.

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