Exoplanet: Heißer Kandidat für die Atmosphären-Forschung


Tausende von Exoplaneten sind bereits bekannt – jetzt geht es darum, besonders spannende Exemplare zu identifizieren. Genau das ist Astronomen nun wieder einmal geglückt: Sie haben in unserer kosmischen Nachbarschaft eine „heiße Super-Erde“ entdeckt, die sich hervorragend eignet, um ihre Atmosphäre mit den bald verfügbaren Teleskopen zu „durchblicken“ und zu analysieren. Dadurch könnten Atmosphärenmodelle von Gesteinsplaneten überprüft werden. Dies hat wiederum eine große Bedeutung für die Einschätzung der Merkmale ferner Welten und ihrer Lebensfreundlichkeit, sagen die Forscher.

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Künstlerische Darstellung der Oberfläche des Planeten Gliese 486b. Die Astronomen vermuten eine Venus-ähnliche Oberfläche mit glühenden Lavaströmen, die aber von einer dünnen Atmosphäre umhüllt sein könnte. (Bild: RenderArea)

Planetenjägern sind in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten viele ferne Himmelskörper ins Netz gegangen und von einigen konnten sie auch grundlegende Merkmale aufdecken: Durch die Kombination verschiedener Beobachtungstechniken zeichnen sich Massen, Größen und damit Dichten ab, wodurch wiederum Rückschlüsse auf die Zusammensetzungen der Exoplaneten möglich sind. Nun richtet sich der neugierige Blick der Astronomen immer mehr auf die Atmosphären der fernen Welten – besonders stehen dabei die erdähnlichen Gesteinsplaneten im Visier. Denn im Fall unserer Heimat ermöglichte die Gashülle die Entstehung des Lebens. Einblicke in die Merkmale der Gashüllen könnten Spektralanalysen des Lichts ermöglichen, das durch die Atmosphären der Exoplaneten schimmert, wenn sie vor ihrem Zentralstern vorbeiziehen. Die Merkmale des Lichts können dann Informationen über das Vorhandensein bestimmter Substanzen in der Atmosphäre liefern.

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