Wir sind offenbar „Wasserspar-Affen“


Zu den Merkmalen, die den Menschen von seinen nächsten Verwandten unterscheiden, gehört offenbar auch die Effizienz unseres Körpers im Umgang mit Wasser, geht aus einer Studie hervor. Wir verbrauchen demnach 30 bis 50 Prozent weniger Wasser am Tag als Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. Auf welchen physiologischen Merkmalen diese erhöhte Sparsamkeit beruht, ist noch unklar. Doch vermutlich bildete ein geringerer Wasserbedarf im Lauf der Evolution des Menschen einen Vorteil und so entwickelten sich unsere Vorfahren zum „Low-Flow-Modell“, sagen die Wissenschaftler.

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Der Mensch hat im Laufe seiner Evolution einen vergleichsweise geringen Wasserbedarf entwickelt, legen Studienergebnisse nahe. (Bild: caracterdesign /iStock)

Ohne das Lebenselixier läuft nichts: Tier und Mensch müssen dafür sorgen, dass der körperliche Wassergehalt in einem gewissen Rahmen bleibt, damit die physiologischen Prozesse optimal ablaufen können. Die Herausforderung ist dabei: Durch die Transpiration, Ausscheidungen und die Atmung verlieren wir ständig Wasser, das nachgefüllt werden muss. Das System, um den Flüssigkeitshaushalt in einem gesunden Bereich zu halten, ähnelt dabei dem Erhalt eines bestimmten Wasserstands in einer Badewanne, erklärt Herman Pontzer von der Duke University in Durham: „Das Wasser, das zufließt, muss dem Wasser entsprechen, das abfließt“.

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