Umstrittene Pläne: Australien plant Flughafen in der Antarktis


Eine 2,7 Kilometer lange befestigte Landebahn soll es künftig auch großen Maschinen ermöglichen, den Südpol anzusteuern. Forscher warnen vor irreparablen Schäden in einem der letzten nahezu unberührten Naturräume der Erde.

Die Presse

Die Antarktis gilt als einer der letzten weitgehend unberührten Naturräume der Erde. Das hat nicht nur mit der entlegenen Lage des Kontinents zu tun, sondern auch mit seinem unwirtlichen Klima. In Tälern des Ostantarktischen Plateaus wurden einmal Temperaturen von minus 98 Grad gemessen. In dieser einmaligen Region mit ihren seltenen Tierarten plant Australien bis 2040 den Bau eines Flughafens.

Eine 2,7 Kilometer lange befestigte Landebahn soll es künftig auch großen Maschinen ermöglichen, den Südpol anzusteuern. Umweltschützer sind entsetzt. Die Regierung in Canberra will das Projekt im von ihr beanspruchten Teil im Osten der Antarktis durchführen, ganz in der Nähe der australischen Forschungsstation Davis. Die asphaltierte Piste würde nach den Wünschen der Regierungsbehörde Australian Antarctic Division (AAD) ganzjährige Flugverbindungen zwischen Hobart, der Hauptstadt des Bundesstaates Tasmanien, und der Antarktis möglich machen.

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