Chefvirologe: Teilimmunität fördert Corona-Mutationen


Der Heidelberger Virologe Kräusslich befürchtet, dass die lange Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung eine „Brutstätte“ für Mutanten darstellt.

Berliner Zeitung

Impfnachweis mit Stempel zur Zweitimpfung gegen Covid-19. Foto: imago

Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, befürchtet, dass sich in der Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung weitere Corona-Varianten bilden könnten. Mit Blick auf die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen äußerte er dies in der Rhein-Neckar-Zeitung am Sonnabend. 

Demnach mahnte er: „Besorgniserregend wäre insbesondere, wenn wir in den nächsten Wochen in eine Situation kämen, dass zahlreiche Menschen nach der Erstimpfung einen inkompletten Schutz haben und gleichzeitig sehr viele Infektionen stattfinden. Das wäre eine Brutstätte für die Selektion von Varianten, die möglicherweise dem Impfstoff entkommen könnten.“

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