Digitalisierung im Blickfeld: Experten sehen die Kirchen gefragt


Kirche und Digitales – diese Kombination mag manchem noch immer befremdlich erscheinen. Kirchenvertreter äußern sich zwar zu Fragen rund um Digitalität. Fachleute wünschen sich jedoch mehr und klarere Botschaften.

Paula Konersmann | katholisch.de

Der Niedriglöhner, der Elektroschrott entsorgt – oder die Online-Redakteurin, die Hass und Hetze in Kommentarspalten moderiert: Jobs, die mit der Digitalisierung zusammenhängen. Diese „unsichtbare Arbeit“ müsse stärker anerkannt werden, forderte die Wiener Pastoraltheologin Judith Klaiber am Dienstagabend bei einer Online-Tagung der Gesellschaft katholischer Publizisten Deutschlands (GKP). Dafür einsetzen sollten sich aus ihrer Sicht auch die Kirchen.

Klaiber ist nicht die einzige Wissenschaftlerin, die Religionsvertreter im Bereich Digitalisierung stärker gefragt sieht. Markus Beckedahl von der Plattform für digitale Freiheitsrechte netzpolitik.org rief die Kirchen kürzlich zu mehr Engagement in der netzpolitischen Debatte auf. Sie könnten auch Menschen erreichen, die nicht in Sozialen Medien aktiv seien, sagte er bei der Vorstellung der „11 Gebote für Haltung und Respekt im Netz“ der ökumenischen Initiative #anstanddigital.

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