Keine Burkas in der Schweiz


Mit 51,2 Prozent Ja zu 48,8 Prozent Nein wurde die Initiative Verhüllungsverbot am gestrigen Abstimmungssonntag vom Schweizer Stimmvolk angenommen.

tachles.ch

Einigkeit herrschte sowohl bei den bürgerlichen Parteien als auch bei der SVP und der SP, wenn es um die Erklärung ging, weshalb das Burkaverbot Zustimmung fand. Im Zentrum sei vor allem die Frage der Unterdrückung der Frau gestanden.
So sagte FDP-Präsidentin Petra Gössi: «Man will nicht, dass Frauen mit Burka oder Nikab unterdrückt werden.» Entsprechend habe dieses Argument am Schluss wohl den Ausschlag für das Ja zur Verhüllungsinitiative gegeben. Zudem hätten die Argumente der rechtskonservativen Kreise sowie die Terrorismus-Frage beim Ja mitgeholfen.
SVP-Präsident Marco Chiesa betonte, dass es bei der Initiative vor allem um eine Frage der Regeln des Zusammenlebens in der Schweiz gegangen sei. Zudem sei das Ja des Stimmvolks ein Zeichen gegen den radikalen Islam. «Diesen müssen wir unbedingt überwachen und bekämpfen», so der Tessiner.
Auch SP-Co-Präsident Cédric Wermuth findet, dass man etwas gegen Extremismus und Terrorismus tun müsse. Doch: «Das hat mit der Verhüllungsinitiative nichts zu tun.»

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