Kinderärzte fordern baldige Dokumentationspflicht der Masernimpfung


Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat eine schnellere Dokumentationspflicht für Masernimpfungen gefordert.

Die Impfpflicht für Masern an Schulen und Kitas gilt bereits, nun geht es um die Dokumentation. (imago / Arnulf Hettrich)

Verbandspräsident Fischbach kritisierte die jüngste Positionierung des Bundesrats zum Masernschutzgesetz. Die Länder hätten über ein Jahr Zeit gehabt, die Umsetzung vorzubereiten. Fischbach betonte, dass jede Verzögerung dazu führen könne, dass sich Kinder in Kitas oder Schulen mit der hochansteckenden Krankheit infizierten.

Der Bundesrat will den Einrichtungen mehr Zeit geben für die Umsetzung der Maßnahmen zum Masernschutz und begründet das mit den Belastungen durch die Corona-Pandemie. Die Länderkammer schlug darum vor, die ursprünglich Ende Juli auslaufende Frist für die Dokumentation der Masern-Immunität in Gemeinschaftseinrichtungen bis zum 31. Dezember 2022 zu verlängern.

Seit März 2020 müssen alle Kinder beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten eine Masern-Impfung nachweisen. Gleiches gilt für das Personal bis zu einer Altersgrenze.