Teuffenbach: Klage gegen Kentenich-Buch bedroht Wissenschaftsfreiheit


Die Schönstätter Marienschwestern gehen rechtlich gegen eine Dokumentation zu Missbrauchsvorwürfen gegen ihren Gründer vor – deren Herausgeberin sieht dadurch die Wissenschaftsfreiheit bedroht: Wenn das Schule mache, könne kein Historiker mehr unbefangen Quellendokumentationen veröffentlichen.

katholisch.de

Bild: ©picture alliance / imageBROKER/Thomas Frey (Symbolbild)

Die Kirchenhistorikerin Alexandra von Teuffenbach sieht durch das rechtliche Vorgehen der Schönstätter Marienschwestern die Freiheit der Wissenschaft gravierend beeinträchtigt. Wie die Wissenschaftlerin auf Anfrage gegenüber katholisch.de mitteilte, habe sie kein Vertrauen in den Aufklärungswillen der Gemeinschaft, den diese in der am Samstag veröffentlichten Erklärung der Leitung der Marienschwestern versichert hatte. In der Erklärung hieß es, dass neben dem juristischen Schritt „alle Anstrengungen, die zur historischen Aufarbeitung und Klärung unternommen werden“, von den Marienschwestern unterstützt würden. „Ich kann aufgrund meiner persönlichen Erfahrung diesen Satz nicht für wahr halten und meine auch sagen zu können, dass kein Wissenschaftler in nächster Zukunft eine unabhängige Forschung riskieren wird, da schon eine einfache Quellenedition zu einem gerichtlichen Verfahren geführt hat“, so Teuffenbach. 

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