Neil Shubin: „Die Evolution spielt mit gezinkten Würfeln“


Der Evolutionsforscher Neil Shubin, der schon mit „Der Fisch in uns“ einen Bestseller schrieb, beleuchtet erneut die Entwicklung des Lebens. Große und grundsätzliche Fragen beantwortet er mit dem Blick auf feinste Details.

Susanne Billig | Deutschlandfunk Kultur

Neil Shubin beginnt nicht bei Charles Darwin, sondern stellt die Evolutions- und Molekulargenetik ins Zentrum seines Buches. (Deutschlandradio/S. Fischer)

Folgt die Evolution allein dem Zufall? Oder hat sie mit „gezinkten Würfeln“ gespielt, als sie ihre berühmten sprunghaften Bauplanänderungen erzeugte, wie den von der Echse zum fliegenden Vogel?

Grob in acht Kapitel teilt Neil Shubin sein neues Buch „Die Geschichte des Lebens“, das die großen Fragen des Faches untersucht. Als begabter Erzähler legt er sein Buch allerdings in einem großen Wurf an und folgt einem dramaturgisch bewährten Prinzip: Er rollt die Geschichte der Evolution als Geschichte ihrer Erforschung auf – leidenswillige Forscherinnen und Forscher, zeitraubende Experimente, Rückschläge, Ahnungen, Durchbrüche und erstaunliche neue Perspektiven.

Spannende Bekehrungsgeschichte

Neil Shubin beginnt nicht bei Charles Darwin, sondern stellt die Evolutions- und Molekulargenetik ins Zentrum seines Buches. Das ist umso faszinierender, als er selbst ursprünglich aus der Fossilienforschung stammt und vor vielen Jahren zunächst zur genetischen Forschung „bekehrt“ werden musste.

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