Wie verfilzt ist die Union mit der Wirtschaft?


Der Skandal um Nüßlein und Löbel und ihre Maskengeschäfte stürzt CDU/CSU zur absoluten Unzeit in die Krise: eine Woche vorm ersten Urnengang des Superwahljahres 2021.

Frankfurter Rundschau

In der Union sind nun Saubermänner gefragt. ©AFP

Geldgierig. Verwerflich. Unerträglich. Ekelhaft. Der gemeinsame Nenner von Unionspolitiker:innen, die am Montag in Gesprächen ihre Sicht auf die Maskenaffäre in den eigenen Reihen schildern, ist: eine Riesenschweinerei. Und zwar in jeder Hinsicht. Die langfristigen Folgen für die Union im Superwahljahr sind noch nicht absehbar.

Bei den Landtagswahlen an diesem Sonntag in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird mit einer Quittung gerechnet. Manche Unionsleute sehen die CDU bereits „im freien Fall“. Die Kanzlerin werde es nicht mehr rausreißen können, weil die Wählerinnen und Wähler wüssten: Angela Merkel, die skandalfreie Regierungschefin, tritt nach 16 Jahren nicht mehr an.

Mindestens zwei Bundestagsabgeordnete der Union – Hinweise auf einen dritten verdichten sich – hätten sich an der Not in der Corona-Pandemie bereichert, während unzählige Menschen unter den Folgen des Lockdowns litten, heißt es in der Fraktion. Viele Familien verdienten zu wenig Geld, ihre wirtschaftliche Existenz stehe auf dem Spiel oder sie könnten die Doppelbelastung von Homeschooling und Homeoffice nicht mehr stemmen.

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