Mit der dritten Welle in den Oster-Lockdown?

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RKI-Chef Wieler und Gesundheitsminister Spahn vor dem Problem der politischen Balance zwischen Corona-Fallzahlen, die sich „auf einem zu hohen Niveau eingependelt“ haben, und dem Unmut der Bevölkerung

Thomas Pany | TELEPOLIS

Grafik: TP

Das „große Problem des langsamen Anstiegs der Ansteckungen“ und die Hoffnung, die mit den Impfungen verknüpft sind, dominieren die gegenwärtige Corona-Lage in Deutschland.

„Die Lage bleibt angespannt, die Fallzahlen steigen wieder, langsam zwar, aber sie steigen und die Mutationen breiten sich aus“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn zum Auftakt der freitäglichen Presskonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler: „Wir müssen uns noch auf einige sehr herausfordernde Wochen einstellen.“

„Als hätte sich eine Bremse gelöst“

Den Anstieg verzeichnet auch der Spezialist für Corona-Zahlen bei der Welt, Olaf Gersemann, dessen Arbeit man nicht vorwerfen kann, dass er sich damit zum Regierungssprecher macht. Auch Gersemann verzeichnet einen Aufwärtstrend bei den Corona-Fallzahlen in Deutschland. Gemessen am 7-Tage-Schnitt und an der Zahl der aktiven Fälle im Vorwochenvergleich, sei der Anstieg der Fallzahlen über Wochen vergleichsweise verhalten gewesen, aber jetzt nehme er Fahrt auf.

„Es ist, als hätte sich eine Bremse gelöst“. Schaut man sich die dazugehörige Grafik, so sieht man, dass die aktiven Fälle seit Mitte Februar ansteigen. Allerdings liegt der Anstieg noch weit unter den hohen Ausschlägen im Oktober letzten Jahres.

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