Evangelische Kirche setzt Seelsorger für diskriminierte Homosexuelle ein


Die Evangelische Kirche stellt sich ihrer Vergangenheit, in der homosexuelle Menschen diskriminiert wurden. Ein Seelsorger aus Berlin-Mitte soll helfen.

Benjamin Lassiwe | DER TAGESSPIEGEL

Seit März gibt es einen Seelsorger für Betroffene von Diskriminierung in der Kirche. (Symbolbild)Foto: C. Hardt/FutureImage/Imago

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) will das Problem der Diskriminierung von Homosexuellen in der Kirche angehen – und sich der eigenen Vergangenheit stellen. Seit Anfang März gibt es einen eigenen Seelsorger für Menschen, die wegen ihrer Sexualität Diskriminierungserfahrungen in der Kirche machen mussten.

Es ist Pfarrer Matthias Motter aus der Evangelischen Kirchengemeinde am Weinberg in Berlin-Mitte. „Ich bin gezielt angefragt worden, ob ich mir das vorstellen kann“, sagt Motter, der vor allem an der Zionskirche tätig ist.

Wenn es darum geht, dass jemand aus dem Kirchendienst entlassen wurde, und rehabilitiert werden möchte – könne er Ansprechpartner im Konsistorium vermitteln. „Viele Pfarrerinnen und Pfarrer zeigen heute eine angemessene Offenheit für die Vielfalt sexueller Orientierung“, sagt Motter.

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