Landesparteitag der AfD Berlin: „Alerta, die Omas, die sind härter“


Im Havelland protestieren 300 An­ti­fa­schis­t*in­nen gegen die AfD. Auch der Landrat, der den Parteitag der Rechten möglich machte, kriegt sein Fett weg.

Timm Kühn | taz

Demonstration neben der Veranstaltungshalle gegen den Landesparteitag der Berliner AfD Foto: dpa

Manchmal ist sie richtig gut organisiert, die Antifa. Es ist gerade erst hell geworden an diesem Samstag – und doch stehen um 6:45 schon circa 150 überwiegend junge und schwarz gekleidete Menschen am S-Bahnhof Gesundbrunnen. Wie die Stimmung so ist? „Noch ein bisschen müde, aber ansonsten gut drauf!“, sagt ein vielleicht 20-jähriger Aktivist, hinter seiner Maske grinsend.

Das Bündnis „Kein Raum der AfD“ hat drei Reisebusse gechartert, um die An­ti­fa­schis­t:in­nen zum „MAFZ Erlebnispark“ in Paaren im Glien zu befördern. Hier, im Brandenburger Havelland, veranstaltet die Berliner AfD am Samstag ihren Landesparteitag. Sie musste ins Umland ausweichen, da sich in Berlin „trotz über 170 Anfragen“ (Georg Pazderski, AfD) kein Veranstaltungsort bereit erklärt hat, die rechtsextreme Partei zu hofieren – auch wegen des massiven zivilgesellschaftlichen Protests.

weiterlesen