Rörig: Katholische Kirche in Vorreiterrolle bei Missbrauchsaufarbeitung


Die Bistümer arbeiteten daran, die Vereinbarungen umzusetzen, betont Johannes-Wilhelm Rörig – doch durch die Kölner „Tragödie“ sei vieles verdeckt worden. Vom neuen Gutachten will der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung endlich Klarheit.

katholisch.de

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes Wilhelm Rörig, sieht die katholische Kirche in einer Vorreiterrolle bei der Aufarbeitung von Missbrauch in Deutschland. „Im Hinblick auf eine strukturierte unabhängige Aufarbeitung ist es tatsächlich so, dass die katholische Kirche in einer Vorreiterrolle ist“, sagte er wörtlich am Sonntag im WDR. Das sei zwar durch die „Kölner Tragödie um das Gutachten und den Kölner Kardinal ein wenig alles verdeckt worden“, aber er wisse, dass die Bistümer derzeit engagiert an der Umsetzung der Vereinbarung mit der Bundesregierung arbeiteten. Dabei seien sie auch in enger Abstimmung mit Betroffenen und mit den Landesregierungen.

Mit der evangelischen Kirche zum Beispiel verhandle er derzeit noch über eine entsprechende Vereinbarung, wie er sie mit der katholischen Kirche im vergangenen Jahr abgeschlossen habe, ergänzte Rörig. Er sei optimistisch, dass „spätestens zum Spätsommer“ in so gut wie allen 27 Bistümern die vereinbarten unabhängigen Aufarbeitungskommissionen ihre Arbeit aufgenommen haben.

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