Biographie über Ayatollah Khomeini: Ein prägender Revolutionsführer, über den man wenig weiß


Bücher über den Iran werden im deutschsprachigen Raum eher selten veröffentlicht. Jetzt gibt es die erste deutschsprachige Biographie über Ayatollah Khomeini, verfasst von der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur. Der Revolutionär hat die islamische Welt verändert und geprägt. Und doch ist erstaunlich wenig über ihn bekannt.

Ina Rottscheidt | Deutschlandfunk

Das Konterfei der Islamischen Revolution: Ayatollah Ruhollah Khomeini (Buchcover C.H.Beck Verlag / Hintergrund Imago/xblickwinkel/McPHOTO/K.xSteinkampx)

Es ist der 1. Februar 1979: Ayatollah Ruhollah Khomeini kehrt aus dem Pariser Exil nach Teheran zurück. Am Flughafen und in den Straßen wird er von jubelnden Massen empfangen. Zwei Wochen zuvor hatte der verhasste Schah, der in den Augen vieler Iraner nur eine Marionette Washingtons gewesen war, das Land verlassen. Jetzt hofften sie auf Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit.

„Vielen in Iran erschien Khomeini wie der erwartete Mahdi, der verborgene Imam, der nun aus der Entrückung des Exils zurückkehrte. Jeder erwartete die Erfüllung seiner Wünsche und Träume. ‚Du bist meine Seele, Khomeini‘, hallte es durch die ganze Stadt.“

Doch diese Hoffnung wird schnell enttäuscht. Entgegen seiner Ankündigungen greift Khomeni nach der Macht und treibt die Installation einer Theokratie voran. Opposition gilt fortan als Abfall vom Glauben, alle gesellschaftlichen Bereiche von der Bildung bis zum Rechtssystem werden sukzessive islamisiert.

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