Bistum Essen: Ermittlungsverfahren gegen Generalvikar Pfeffer eingeleitet


Das Bistum soll laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ massive Probleme rund um fehlerhafte Steuererklärungen und Nachzahlungen an das Finanzamt in Millionenhöhe haben. Der Finanzdruck auf das Bistum wächst

kath.net

Das Bistum soll laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ massive Probleme rund um fehlerhafte Steuererklärungen, Nachzahlungen an das Finanzamt in Millionenhöhe und um ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Essen haben. Die Zeitung beruft sich dazu auf einen vertraulichen Bericht einer Wirtschaftsprüfungs und Steuerberatungsgesellschaft, die einen Bericht für das Bistum erstellt hat. Die Vorfälle sollen seit November 2018 teilweise bekannt sein, reagiert wurde aber erst 2020. Die Experten der Steuerberatungsgesellschaft sollen bei einem Zwischenbericht über die Jahre 2008 bis 2017 zu einem „verheerenden Urteil“ gekommen sein. Es soll sich ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf von fast 5 Millionen Euro ergeben haben, die Finanzprüfer stellten ein „heilloses Durcheinander“ fest. Das Bistum hat gegenüber dem „Spiegel“ die Vorfälle bestätigt und zugegeben, dass die Staatsanwaltschaft Essen ein Ermittlungsverfahren gegen Generalvikar Pfeffer als Vertreter des Bistums eingeleitet wurde. Das Bistum Essen steht laut der Zeitung schon seit geraumer Zeit finanziell unter Druck. 2019 machte das Bistum einen Verlust von fast 18 Millionen Euro, die Steuernachzahlungen kommen jetzt noch hinzu. Bischof Overbeck gestand gegenüber dem „Spiegel“ auch ein, dass man die Öffentlichkeit darüber hätte informieren sollen.