Kirchenaustritte im Erzbistum Krakau mehr als verdreifacht


In Polen gibt es keine Kirchensteuer, und ein Kirchenaustritt ist mit einem für viele unangenehmen Gespräch mit einem Priester verbunden: Dennoch hat sich die Zahl der Ausgetretenen im Erzbistum Krakau mehr als verdreifacht.

katholisch.de

Im polnischen Erzbistum Krakau sind 2020 mehr als dreimal so viele Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten wie im Jahr zuvor. Die polnische Nachrichtenagentur PAP meldete am Sonntag unter Berufung auf das Erzbistum, die Zahl der Austritte sei von 123 im Jahr 2019 auf 445 im vergangenen Jahr angestiegen. In den Jahren zuvor hätten jeweils zwischen 50 und 60 Katholiken offiziell die Kirche verlassen.

Polens Bischofskonferenz macht seit rund zehn Jahren keine Angaben über die Zahl der Kirchenaustritte. Das Erzbistum Krakau ist das erste Bistum, das nun Auskunft erteilt. 2012 legte das kirchliche Statistikinstitut in Warschau zum ersten und letzten Mal eine grobe, nicht ganz vollständige Übersicht für ein Jahr vor. Ihr zufolge kehrten 2010 landesweit 459 Katholiken der Kirche den Rücken.

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