Rörig: Unterschriftensammlung für Missbrauchstäter regelrecht empörend


Er ist rechtskräftig verurteilt, trotzdem wollen Pfarreimitglieder den Priester wieder in der Seelsorge sehen: Nach dem Bischof finden nun auch der Missbrauchsbeauftragte und Opferverbände deutliche Worte der Kritik an den Aktionen.

katholisch.de

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Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat die Unterschriftensammlungen zur Unterstützung eines wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten Priesters kritisiert. „Diese Unterschriftenaktion empört mich regelrecht, weil sie die Rechtslage und die Gefahren, die von einem verurteilten Missbrauchstäter ausgehen, völlig ignoriert“, so Rörig am Dienstag gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR). Auch Opferverbände verurteilten die Aktionen.

„Ich rate den Initiatoren der Unterschriftenliste dringend, darüber nachzudenken, was sie hier anstreben. Es geht um einen verurteilten Straftäter, der sexuelle Gewalt gegenüber einem 12-jährigen Kind ausgeübt hat“, so Rörig weiter. Die Rechtslage besage deutlich, dass es keine Einvernehmlichkeit zu sexuellen Handlungen zwischen einem Erwachsenen und einem Kind geben könne. Der Würzburger Bischof Franz Jung habe gute Gründe gehabt, den Priester vom Dienst zu suspendieren.

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