«Die Hinterhofmoschee ist die Normalität»


Der Journalist und Autor Constantin Schreiber hat «Moscheepedia» ins Leben gerufen. Das Online-Projekt wird auch Predigten dokumentieren. Schreiber rechnet mit Gegenwind und hofft, dass liberale Muslime weiter an Sichtbarkeit gewinnen.

Alexander Kissler | Neue Zürcher Zeitung

Eine Moschee im Berliner Bezirk Neukölln. imago

An diesem Freitag, Herr Schreiber, geht die von Ihnen initiierte «Moscheepedia» an den Start – ein bebildertes Online-Verzeichnis islamischer Gebetshäuser, vornehmlich aus Deutschland. Soll damit ein deutsches Moschee-Register ersetzt oder vorweggenommen werden?

Ich will keine Ersatzhandlung für die Politik vollziehen. Moscheepedia soll zum Mitmachen einladen. Viele Moscheegemeinden wollen von sich aus sichtbarer werden. Und Muslime selbst haben oft Schwierigkeiten, den Standort der nächstgelegenen Moschee herauszufinden. Es gibt schlicht keinen Überblick.

Also ist es ein Angebot für die muslimische Community?

Nicht nur. Auch nichtmuslimische Deutsche sollen die Möglichkeit bekommen, sich abseits des Tags der offenen Moschee selbst ein Bild zu machen und sich zu informieren.

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