„Kapitulation“: Vatikan kritisiert Spaniens neues Sterbehilfe-Gesetz


Spaniens Parlament hat am Donnerstag aktive Sterbehilfe im Land legalisiert. Deutliche Kritik kommt nun aus dem Vatikan: Es sei „eine weltweit zunehmende Kapitulation“ gegenüber der „schmutzigen Arbeit des Todes“, sagte Erzbischof Vincenzo Paglia.

katholisch.de

Mit Enttäuschung hat der Vatikan auf das neue Sterbehilfe-Gesetz in Spanien reagiert. Es sei „eine weltweit zunehmende Kapitulation“ gegenüber der „schmutzigen Arbeit des Todes“, sagte der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Vincenzo Paglia, der Zeitung „Corriere della Sera“ (Freitag). Die „wenigen Zeilen eines kalten Gesetzes“ erinnerten an Pontius Pilatus, der seine Hände in Unschuld wasche.

Angesichts unerträglicher Leiden müsse Pflege auf die weitere Verbreitung der Palliativmedizin setzen. „Nimm den Schmerz, bleib in der Nähe des Kranken, um ihn mit Liebe und Freundschaft zu wärmen“, so Paglia. Die Herausforderung sei es, „wahrhaft menschlich zu sein“, und „jene, die leiden, nicht in den Händen der Euthanisie-Industrie zu lassen“. Ziel der Palliativmedizin ist nicht mehr Heilung, sondern bestmögliche Lebensqualität für sterbenskranke Menschen.

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