Rörig fordert weitere Konsequenzen im Erzbistum Köln: Kirche in einer Vorreiterrolle


Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fordert vom Erzbistum Köln weiteres Engagement bei der Aufklärung von sexualisierter Gewalt. Insgesamt sehe er die katholische Kirche aber in einer „Vorreiterrolle“.

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Johannes-Wilhelm Rörig ©Gregor Fischer (dpa)

„Die ersten Suspendierungen sind sicher ein wichtiger Schritt, aber jetzt muss für jedermann in Köln und außerhalb erkennbar werden, dass unberechtigter Institutionenschutz der Vergangenheit angehört“, sagte Johannes-Wilhelm Rörig der Kölnischen Rundschau (Samstag). In der jetzt anstehenden unabhängigen Aufarbeitung sei „absolute Transparenz“ nötig. „Dazu gehört, dass mit Respekt und Demut mit den Betroffenen umgegangen wird.“

Die Kölner Anwaltskanzlei Gercke Wollschläger habe die Grenzen einer juristischen Aufarbeitung gut dargestellt, sagte der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Es müsse aber auch aufgeklärt werden, „was nicht in den Akten steht“. Rörig forderte: „Die Betroffenen gehören in den Blick genommen, ihr körperliches und seelisches Leid, der rigorose und oft herzlose Umgang kirchlicher Autoritäten mit den kindlichen Opfern.“

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