Feinstaub-Tote: Deutlich mehr, als bisher gedacht


Neue Studie schätzt erstmals für den ganzen Planeten die Gesundheitsfolgen der Kohle- und Ölsucht ab

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

London. Bild: Call Me Fred/Unsplash

Über acht Millionen Menschen sind 2018 weltweit an den Folgen von Luftverschmutzung gestorben, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wurde, heißt es in einer Presseerklärung der Harvard Universität in den USA. Das seien etwa doppelt so viele, wie bisher gedacht und rund 18 Prozent aller weltweiten Todesfälle.

In der Aprilausgabe des Fachmagazin Environmental Research veröffentlichen Autorinnen und Autoren der Harvard Universität, der Unis von Birmingham und Leicester und des University College London eine Studie, aus der eben dies hervorgeht. Untersucht wurde der besonders feine PM2,5-Anteil am Feinstaub, der maximal so groß wie ein Bakterium ist und bis in Lungenbläschen vordringen kann.

Anders als in früheren Untersuchungen wurde speziell nach dem Feinstaub aus der Verbrennung fossiler Energieträgern geschaut. Bisher wurden für entsprechende Studien Feinstaubmessdaten von Satelliten und Bodenstationen als Grundlage genommen.

Bei denen besteht allerdings das Problem, dass nicht zwischen den verschiedenen Quellen der Partikel unterschieden werden kann. Immerhin kann Feinstaub auch aus der Verbrennung von Holz, aus Waldbränden oder aufgewirbeltem Staub stammen. Auch Abrieb von Bremsen und manches andere kommt als Verursacher in Betracht.

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