Die Einstellung zählt


Was macht gute Wissenschaft aus, und wie unterscheidet sie sich von Pseudowissenschaft? Ein Wissenschaftsphilosoph macht sich anhand praktischer Beispiele auf die Spurensuche.

Larissa Tetsch | Spektrum

Immer mehr Menschen verlieren den Glauben an die Verlässlichkeit von Forschungsergebnissen und vertrauen stattdessen lieber ihrem Bauchgefühl oder alternativen Fakten.

Hochrangige Politiker negieren die erdrückenden Beweise für den menschengemachten Klimawandel, während sich in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen ein hartnäckiger Glaube an die Schädlichkeit von Impfungen hält und »Corona-Leugner« offen gegen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie demonstrieren. Wie kann es dazu kommen?

Was macht gute Wissenschaft aus?

Lee McIntyre, Wissenschaftsphilosoph am Center for Philosophy der Boston University, sucht in seinem Buch »Wir lieben Wissenschaft« nach Antworten auf die Fragen, was gute Wissenschaft ausmacht und wie sie sich von anderen Formen des Erkenntnisgewinns unterscheidet.

Seiner Meinung nach sollte jeder Bürger über ein Grundverständnis wissenschaftlicher Fakten verfügen. Doch obwohl McIntyre das Argument kompetent vermittelt, ist unwahrscheinlich, dass er damit »wissenschaftsferne« Leser erreicht – dazu ist sein Buch schlicht zu anspruchsvoll.

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