Kardinal-Meisner-Platz in Thüringen: Bürgermeister für Umbenennung


Wird der bundesweit einzige Kardinal-Meisner-Platz nach der Veröffentlichung des Kölner Missbrauchsgutachtens umbenannt? Der Bürgermeister von Hundeshagen in Thüringen ist dafür. Er sei erschüttert über die Pflichtverletzungen des Kardinals.

katholisch.de

Angesichts der Ergebnisse des in der vergangenen Woche vorgestellten Kölner Missbrauchsgutachtens will sich der Ortsteilbürgermeister von Hundeshagen in Thüringen, Thomas Müller, für eine Umbenennung des Kardinal-Meisner-Platzes in der 1.200-Einwohner-Gemeinde einsetzen. „Wenn es nach mir ginge, würden wir den Platz umbenennen“, sagte Müller am Montag auf Anfrage von katholisch.de. Die zahlreichen Pflichtverletzungen, die Kardinal Joachim Meisner im Umgang mit Missbrauchsfällen in dem Gutachten nachgewiesen würden, hätten ihn persönlich sehr erschüttert, so der Katholik.

Müller erklärte, dass er das Thema „auf jeden Fall“ in die nächste Sitzung des Hundeshagener Ortsrats am 4. Mai einbringen werde. Voraussetzung für eine Änderung des Platznamens sei ein Beschluss des Gremiums, der danach noch vom Stadtrat in Leinefelde-Worbis bestätigt werden müsse.

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