Kölner Erzapostel Woelki schließt Rücktritt aus


Kölns Erzbischof, Kardinal Woelki, hat einen Rücktritt im Zuge des Missbrauchsskandals ausgeschlossen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Er sehe sich weiter in der Pflicht und bleibe deshalb im Amt, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Woelki will heute weitere Maßnahmen gegen die Vertuschung von sexuellem Missbrauch vorstellen. Er kündigte die Einberufung einer unabhängigen Aufarbeitungskommission an. Zudem soll die Führung von Personalakten fälschungssicher werden. Die Daten würden künftig in ein elektronisches Kontrollsystem eingespeist. In der Vergangenheit war es in Köln wie auch in anderen deutschen Bistümern zur Vernichtung von Akten über mutmaßliche Missbrauchstäter gekommen.

Nach der Vorstellung eines rechtlichen Gutachten vergangene Woche hatte Woelki mehrere Bistumsverantwortliche vorläufig von ihren Aufgaben entbunden.