Konfessionlose wollen gleichen Einfluss auf RBB wie Kirchen


Der „Guardian“ nannte Berlin kürzlich die „atheistische Hauptstadt Europas“. Konfessionlose fordern nun einen Sitz im RBB-Rundfunkrat.

Julius Betschka | DER TAGESSPIEGEL

Humanisten wollen Stimme im Gremium. Der RBB ist wenig begeistert. Intendantin Patricia Schlesinger sagt, man solle sich an die…Foto: rbb/Oliver Ziebe

Wenn Berliner und Brandenburger Politiker in diesen Tagen einen neuen Staatsvertrag mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) beraten, wird es auch um Religionsfragen gehen – und um die Repräsentanz nicht-religiöser Menschen in Funk und Fernsehen. 77 Prozent der Berliner und Brandenburger, das hat eine Umfrage des Instituts „Civey“ für den Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) ergeben, schauen oder hören „selten oder nie“ religiöse Inhalte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Nur 6,5 Prozent der Befragten nutzen solche Angebote täglich. Das ist wenig verwunderlich: In Berlin sind zwei Drittel der Menschen konfessionslos, der britische „Guardian“ nannte Berlin kürzlich „atheistische Hauptstadt Europas“.

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