Brandanschlag auf Rathaus Delmenhorst: Corona-Protest mit Brandsatz


In Delmenhorst wirft ein Gegner der Corona-Maßnahmen Molotowcocktails ins Rathaus. Der Bürgermeister ist fassungslos.

Konrad Litschko | taz

Gewalttätiger Protest: Am Rathaus Delmenhorst entstand beträchtlicher Brandschaden Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Am Mittwochnachmittag ist Axel Jahnz immer noch erschüttert. „Ich bin fassungslos“, teilt Delmenhorsts SPD-Oberbürgermeister mit. Der Täter habe nicht nur das Rathaus beschädigt, sondern auch Menschen in Gefahr gebracht. „Im selben Flügel des Rathauses wohnt der Hausmeister mit seiner Familie. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Einsatzkräfte das Feuer nicht so schnell hätten löschen können.“

In der Nacht zuvor hatte ein 30-Jähriger auf das Rathaus Delmenhorst (Niedersachsen) einen Brandanschlag verübt. Sein Motiv: Kritik an den Corona-Maßnahmen. Damit schreitet die Radikalisierung in Teilen des Protests weiter voran.

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