Forscher: Abholzung von Wäldern fördert Infektionskrankheiten


Krankheiten wie Borreliose, Malaria und Ebola breiten sich immer mehr aus. Als Grund sehen Forscher neben der Abholzung auch die Zunahme von Monokulturen.

Torsten Harmsen | Berliner Zeitung

Palmölplantage in Malaysia. Für die Plantagen werden große Teile des Regenwaldes abgeholzt. Foto: Imago/H. Berbar

Französische Forscher haben einen deutlichen statistischen Zusammenhang zwischen der Abholzung von Wäldern und Ausbrüchen von Infektionskrankheiten gefunden, die von Tieren übertragen werden. Zugleich bestehe ein Zusammenhang zwischen Krankheiten und der Ausbreitung von Palmölplantagen sowie bestimmten Formen der Wiederaufforstung, heißt es in einer im Fachmagazin Frontiers in Veterinary Science erschienenen Studie.

„Wir kennen die genauen ökologischen Mechanismen noch nicht“, sagt Serge Morand vom Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris. Die Forscher nehmen aber an, dass ein Zusammenhang mit der Verdrängung natürlicher Wälder durch Palmöl- und andere Plantagen besteht. Bei der Wiederaufforstung wiederum entstünden vor allem monokulturelle Wälder, die auf Kosten von Grasland angelegt würden. „Beide Landnutzungsänderungen sind durch den Verlust der biologischen Vielfalt gekennzeichnet, und diese vereinfachten Lebensräume begünstigen Tierreservoire und Krankheitsüberträger“, sagt Serge Morand.

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