„Maria 2.0“-Gründerinnen verlassen katholische Kirche


Die 2019 gegründete Bewegung „Maria 2.0.“ sorgt mit Protestaktionen immer wieder für Aufsehen. Jetzt möchten die beiden Initiatorinnen, Elisabeth Kötter und Andrea Voß-Frick, aus der katholischen Kirche austreten – sie wollen aber katholisch bleiben.

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Bild: ©Harald Oppitz/KNA (Symbolbild)

Die beiden Initiatorinnen der Kirchenreformbewegung „Maria 2.0“, Elisabeth Kötter und Andrea Voß-Frick aus Münster, wollen aus der katholischen Kirche austreten. Sie wollen zwar katholisch bleiben, aber nicht mehr Mitglied „der öffentlich-rechtlichen Institution römisch-katholische Kirche“ sein, wie Voß-Frick dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag sagte. Sie könne ihren Austritt erst im April formal vollziehen, weil sie vorher keinen Termin bekommen habe.

Sie habe einsehen müssen, dass es unmöglich sei, die Hierarchien und Machtstrukturen in der katholischen Kirche zu ändern, erklärte Voß-Fricke. Wenn sich reformwillig Katholikinnen und Katholiken öffentlich äußerten, müssten sie immer wieder erleben, dass es Absagen oder ein Veto „der Herren aus Rom“ gebe. Als aktuelle Beispiele nannte sie die Fälle von sexueller Gewalt durch Priester, die Eingriffe der römischen Glaubenskongregation im Prozess des Synodalen Weges, mit dem die deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) Reformen anstrebt, und zuletzt das Verbot aus Rom zur Segnung homosexueller Paare.

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