Welchen Einfluss hätte die Legalisierung von Cannabis auf das Humankapital?


Unionsparteien und AfD warnen vor den Folgen. US-Studie erkundet, was passiert, wenn Berufstätige über 40 plötzlich legalen Zugang zu Cannabis als Genussmittel haben

Gottfried Hofmann | TELEPOLIS

Was passiert, wenn über 40-jährige Arbeitnehmer plötzlich legalen Zugang zu Cannabis als Genussmittel haben? Eine Studie aus Amerika hat untersucht, ob eine Legalisierung einen unmittelbaren Einfluss auf den allgemeinen Krankenstand in dieser Kohorte hat. Die überraschenden Ergebnisse werfen Fragen auf, wo die Grenze liegt zwischen Cannabis als Genussmittel, Cannabis als Instrument der Anpassung und Cannabis als Medizin.

Wenn man den Einfluss einer Legalisierung von Cannabis auf das Humankapital untersuchen will, sind Arbeitnehmer im Alter von 40 Jahren bis zum Eintritt in den Ruhestand eine besonders interessante Kohorte. Sie sind Teil derjenigen, die nach einer Legalisierung statistisch signifikant mehr Cannabis konsumieren.

Es handelt es sich auch um eine Kohorte, in der sich bis zum Ruhestand diverse Krankheiten mehr und mehr häufen. Einer der Hauptgründe für die Rente ist, dass Arbeitnehmer ab einem gewissen Alter sowieso im Schnitt zu krank sind, bzw. anderweitig nicht mehr die für ein normales Berufsleben notwendige Leistung erreichen.

Jetzt ist es aber so, dass der Konsum von Cannabis weithin mit einer allgemein erniedrigten Leistungsfähigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisproblemen, motorischen Störungen, Herz-Kreislauf-Problemen, Übelkeit und psychischen Problemen wie Depressionen oder Psychosen assoziiert ist. Indirekt könnte sich durch Cannabiskonsum zudem die Gefahr für Arbeitsunfälle erhöhen.

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